Eine erlebnisreiche und intensive Woche liegt hinter den Schülerinnen und Schülern der Großen Schule,
die gemeinsam mit Frau Hagerodt und Herrn Urbansky am Schüleraustausch mit der spanischen Partnerschule
IES Miguel de Cervantesin Alcázar de San Juan teilgenommen haben.
Die Reise bot nicht nur zahlreiche kulturelle Eindrücke, sondern vor allem echte Begegnungen mit Menschen,
Sprache und Alltag in Spanien – Erfahrungen, die im Klassenzimmer so kaum möglich sind.
Der Austausch wurde von Herrn Urbansky initiiert und organisiert, der die Partnerschaft mit der spanischen
Schule in den vergangenen Monaten aufgebaut hat. Ziel ist es, diese Zusammenarbeit langfristig zu etablieren und
den Schülerinnen und Schülern der Großen Schule auch in Zukunft solche internationalen Begegnungen zu ermöglichen.
Auftakt in Madrid
Der Austausch begann mit einem Aufenthalt in der spanischen Hauptstadt Madrid. Nach der Ankunft ging es zunächst
zur Unterkunft im Stadtzentrum, bevor das Programm direkt mit einem kulturellen Höhepunkt startete: dem Besuch des Museo del Prado,
einem der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Bei einer Führung erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in Werke
großer spanischer Künstler wie Velázquez und Goya. Am Abend blieb noch Zeit, gemeinsam die Innenstadt Madrids zu erkunden.
Besonders beliebt war dabei ein typisch spanisches Abendessen mit vielen kleinen „Montaditos“, kleinen belegten Brötchen,
die es erlaubten, verschiedene Geschmäcker auszuprobieren. Am nächsten Tag trafen die deutschen Schülerinnen und Schüler
erstmals ihre spanischen Austauschpartner. Gemeinsam erkundeten sie Madrid mit Stationen am Königspalast, der Almudena-Kathedrale,
der Plaza Mayor und der Puerta del Sol. Natürlich durfte auch ein kulinarischer Klassiker nicht fehlen: das berühmte Bocadillo de Calamares,
ein Tintenfisch-Sandwich, das zu den bekanntesten Spezialitäten Madrids gehört.
Herzlich willkommen in Alcázar de San Juan
Anschließend ging es weiter nach Alcázar de San Juan, dem eigentlichen Ziel des Austauschs. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler
von ihren spanischen Gastfamilien aufgenommen und erlebten den Alltag in Spanien aus nächster Nähe. Die Partnerschule, das IES Miguel de Cervantes,
empfing die Gruppe äußerst herzlich. Die Schule liegt in einem großen Parkgelände und beeindruckt durch ihre offene Atmosphäre sowie
ihr starkes Engagement für internationale Begegnungen.
Schon am ersten Tag folgte ein besonderer Höhepunkt: ein offizieller Empfang im Rathaus der Stadt. Die Bürgermeisterin
begrüßte die Austauschgruppe persönlich und unterstrich in ihrer Ansprache die Bedeutung solcher Begegnungen für ein gemeinsames Europa.
Schule einmal anders
Während der Woche nahmen die deutschen Schülerinnen und Schüler am regulären Unterricht der Partnerschule teil und arbeiteten
gemeinsam mit ihren spanischen Austauschpartnern an verschiedenen Projekten. In gemischten Gruppen wurde
diskutiert, gelacht und gearbeitet – auf Spanisch, Englisch und manchmal auch mit Händen und Füßen.
Besonders spannend war dabei zu beobachten, wie schnell Sprachbarrieren verschwanden. Viele Schülerinnen und Schüler stellten fest,
dass sie deutlich mehr Spanisch verstehen konnten, als sie selbst erwartet hatten.
Unterwegs in Castilla-La Mancha
Neben dem Schulalltag standen mehrere gemeinsame Ausflüge auf dem Programm. Ein besonderes Ziel war die historische Stadt Toledo,
deren Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und die über Jahrhunderte hinweg von der Begegnung verschiedener Kulturen geprägt wurde.
Auch die Stadt Cuenca beeindruckte die Gruppe mit ihrer spektakulären Lage zwischen zwei tiefen Schluchten. Besonders bekannt sind dort
die sogenannten „hängenden Häuser“, die scheinbar direkt über den Felsen gebaut sind.
Ergänzt wurde der Besuch durch einen Aufenthalt im paläontologischen Museum der Region. Ein weiterer Ausflug führte die Gruppe
nach Campo de Criptana, wo sich die berühmten Windmühlen befinden, die durch Miguel de Cervantes’ Roman Don Quijote weltbekannt wurden.
Mehr als ein Schulprojekt
Neben dem offiziellen Programm waren es vor allem die Begegnungen im Alltag, die diesen Austausch so besonders machten.
Die Schülerinnen und Schüler verbrachten viel Zeit mit ihren Gastfamilien, unternahmen gemeinsame Aktivitäten und lernten das Leben in Spanien
aus nächster Nähe kennen. Dabei entstanden schnell neue Freundschaften über Ländergrenzen hinweg.
Für die Große Schule ist dieser Austausch ein wichtiger Bestandteil ihres internationalen Profils.
Solche Projekte ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, Sprache und Kultur nicht nur theoretisch zu lernen,
sondern unmittelbar zu erleben.
Am Ende der Woche wurde deutlich, wie intensiv diese gemeinsame Zeit gewesen war. Beim Abschied von den Gastfamilien
flossen nicht nur einige Tränen – es wurden auch zahlreiche Telefonnummern ausgetauscht und Pläne für ein Wiedersehen geschmiedet.
Eine Woche voller Eindrücke, Erfahrungen und Begegnungen ging zu Ende – und für viele steht schon jetzt fest:
Diese Reise wird noch lange in Erinnerung bleiben.
