Am 12.02. besuchte die Klasse 10c gemeinsam mit ihrer Geschichtslehrkraft Frau Krätschmer und ihrem Klassenlehrer Herrn Kluck das Bürger Museum. Dort begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf die Spurensuche, wie der Nationalsozialismus das Leben in Wolfenbüttel konkret beeinflusste und welche Auswirkungen er auf die Stadtgesellschaft hatte.
Im Rahmen einer einführenden Führung durch das Museum wurde deutlich, dass sich die Zeit des Nationalsozialismus nicht nur in großen politischen Ereignissen widerspiegelte, sondern ganz besonders im Alltag der Menschen vor Ort. Anhand ausgewählter Beispiele erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie sich Ideologie, Ausgrenzung und Anpassung im Stadtbild und im privaten Leben zeigten. Die zentrale Frage „Wie sah der Nationalsozialismus vor unserer Haustür aus?“ zog sich dabei wie ein roter Faden durch den Besuch.
Besonders eindrucksvoll war der anschließende Workshop. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler selbstständig an historischen Objekten forschen und deren Geschichten erschließen. Dokumente, Alltagsgegenstände und weitere Exponate veranschaulichten die NS-Zeit auf eindrückliche Weise und ermöglichten einen unmittelbaren Zugang zur lokalen Geschichte. Mit großem Interesse untersuchten die Jugendlichen die Materialien, tauschten ihre Beobachtungen aus und diskutierten ihre Ergebnisse.
Die Rückmeldungen der Klasse fielen äußerst positiv aus. Vor allem das eigenständige Arbeiten an den historischen Objekten wurde als besonders spannend und bereichernd empfunden. Der Besuch im Museum ergänzte den Unterricht auf besondere Weise und verdeutlichte, wie nah Geschichte sein kann, wenn man sich mit ihren Spuren vor der eigenen Haustür auseinandersetzt.
