Fünfte erfolgreiche Mental Health Days an der Großen Schule: Gemeinsam für mehr psychische Gesundheit

Am Gymnasium Große Schule wird der psychischen Gesundheit seit Jahren große Bedeutung beigemessen. Am 18. Und 19. Juni dieses Jahres fanden bereits zum fünften Mal die „Mental Health Days“ statt. Ziel der Projekttage ist es, das Thema mentale Gesundheit stärker ins Bewusstsein zu rücken, Vorurteile abzubauen und die Resilienz junger Menschen zu fördern. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Schulleiter Michael Kwasniok, der eine Passage aus der päpstlichen Enzyklika Magnifica Humanitas verwendete, um die Schüler auf die Tiefe menschlichen Seins hinzuweisen. Konkret dürfe der Mensch Schwächen haben, sie machten ihn aus, sie machten ihn besonders: unabhängig von technologischer Dauerpräsenz, die innerlich entleere. Dass es gelte, sich gegenseitig zu schätzen, sei bereits im Leitbild der Großen Schule verankert in dem Satz: „Wir achten uns mit unseren Stärken und Schwächen.“, betonte der Schulleiter, sodann die Gäste begrüßend und das Projekt in seinen Besonderheiten lobend.

Für die Schüler des 10. Jahrgangs wurde ein vielfältiges Programm mit mehr als 30 Workshops angeboten. Die Themen reichten von Fitness, Stressbewältigung und dem Umgang mit Gefühlen über sexuelle Selbstbestimmung bis hin zur Aufklärung über psychische Erkrankungen. Die Workshops dauerten jeweils 90 Minuten und konnten individuell gewählt werden. Organisiert wurde das facettenreiche Programm von einem Planungsteam aus Lehrkräften und Mitgliedern des Schülerrates. Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Shiri Gebauer betont die große Bedeutung der Projekttage: Psychische Gesundheit solle enttabuisiert werden, um Verständnis zu schaffen und einen offenen Umgang mit dem Thema zu fördern.

Die Workshops wurden von externen Referenten, engagierten Lehrkräften sowie motivierten Oberstufenschülerinnen durchgeführt. Planung, Organisation und Finanzierung der teilweise kostenpflichtigen Angebote zeigen den starken Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft, in der das Miteinander großgeschrieben wird.

Besonders erfreulich ist, dass die Mental Health Days inzwischen weit über die Schule hinaus einen hervorragenden Ruf genießen. Einige Referenten treten mittlerweile von sich aus an die Große Schule heran und bieten ihre Unterstützung und Expertise an. Zu ihnen gehört auch Dr. Böttger-Pannekamp, der als Arzt und Psychotherapeut den Workshop „Andere Wege gehen?“ leitete. Er lobte das große Engagement der Schule und unterstrich die gesellschaftliche Relevanz des Themas. Angesichts der stetig steigenden Zahl an Therapieanfragen sei es ihm ein besonderes Anliegen, junge Menschen frühzeitig in ihrer Resilienz zu stärken und psychischen Erkrankungen vorzubeugen.

Auch die weiteren Referenten zeigten sich begeistert von der Veranstaltung und möchten im kommenden Jahr erneut teilnehmen. Neben dem fachlichen Austausch schätzen sie insbesondere die angenehme Atmosphäre und die engagierte Schülerschaft. So lobte Lothar Kniebel, der einen Workshop zur Selbstverteidigung mit Wing Chun Kung Fu zur Stärkung des Selbstvertrauens anbot, die „tollen, reifen und motivierten Schüler“, die ihm in dieser Form nur selten begegneten und die gute Arbeit an der Schule widerspiegelten. Auch von den teilnehmenden Schülern selbst wurde das Projekt als äußerst sinnvoll und hilfreich wahrgenommen. So betonte Lia Saremba, dass hier mitunter ein Bewusstsein geschaffen werde und „der Fokus auf Probleme gelegt wird, die man im sonst im Alltag oft übersieht“.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Referenten für ihren Einsatz und ihre Offenheit sowie dem Planungs- und Organisationsteam für die erfolgreiche Durchführung und Betreuung der Mental Health Days. Ebenso bedankt sich die Schulgemeinschaft der Großen Schule beim Round Table Wolfenbüttel, dem Altherrenverein und insbesondere bei der Elternhilfskasse der Schule für die großzügige Unterstützung bei der Finanzierung des Projekts.