Depression erleben, verstehen, begegnen – „Impression Depression School“ an der Großen Schule

Seit vielen Jahren engagiert sich die Große Schule für das Thema mentale Gesundheit. Umso
mehr haben wir uns gefreut, dass die Robert-Enke-Stiftung erneut ihr Projekt „Impression
Depression School“ an unserer Schule durchgeführt hat. Im Mittelpunkt des Projekts steht
eine Virtual-Reality-Erfahrung, die Jugendlichen ab 16 Jahren die Erlebniswelt einer
Depression näherbringt und dadurch Verständnis und Sensibilität für die Erkrankung fördern
soll.
Am 18.08.2026 konnten Schülerinnen und Schüler unseres 12. Jahrgangs an dem Projekt
teilnehmen. Nach dem Grußwort des Schulleiters Michael Kwasniok durchliefen die
Jugendlichen in 90-minütigen Einheiten vier verschiedene Phasen.
In der ersten Phase vermittelten die Mitarbeitenden der Robert-Enke-Stiftung
grundlegendes Wissen über Depressionen. Anschließend erhielten die Schülerinnen und
Schüler in der zweiten Phase über eine VR-Brille einen unmittelbaren Einblick in die
Gedanken- und Erlebniswelt einer jugendlichen, von Depressionen betroffenen, Person.
Selbstverständlich stand denjenigen, die sich mit der VR-Erfahrung unwohl fühlten, eine
alternative Möglichkeit zur Verfügung. Die dritte Phase bot Raum für Austausch und
Reflexion. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Stiftung konnten die Schülerinnen und
Schüler ihre Eindrücke besprechen, Fragen stellen und sich über das Erlebte austauschen.
Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Depressionen als ernsthafte Erkrankung
wahrzunehmen und Betroffene nicht vorschnell zu be- oder verurteilen. In der
abschließenden vierten Phase standen Möglichkeiten der Prävention und der Förderung
psychischer Gesundheit im Mittelpunkt. Thematisiert wurden unter anderem Sport und
Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, soziale Kontakte sowie Entspannung und ein
bewusster Umgang mit den eigenen Ressourcen.
Ziel des Projekts ist es, Nicht-Betroffene für Depressionen zu sensibilisieren, Verständnis
für Betroffene zu schaffen und über die Erkrankung aufzuklären. Denn Depressionen
können grundsätzlich jeden Menschen treffen. Sie gehören zu den häufigsten psychischen
Erkrankungen und können das Leben der Betroffenen und ihres Umfelds erheblich
beeinflussen.Umso wichtiger sind Aufklärung, Sensibilisierung und niedrigschwellige
Hilfsangebote.
Auch an der Großen Schule stehen Schülerinnen und Schülern verschiedene
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, wie bspw. unsere Schulsozialarbeiterin sowie
die beiden Beratungslehrkräfte vertrauensvoll zur Verfügung. Weitere Informationen zu
unseren Beratungsangeboten finden sich auf unserer Schulhomepage: Beratung an der
Großen Schule
Wir bedanken uns bei der Robert-Enke-Stiftung für die Möglichkeit, durch „Impression
Depression School“ die unmittelbare und eindrückliche Auseinandersetzung mit der
Erkrankung erlebbar zu machen.

Shiri Gebauer