Was passiert eigentlich mit unserer DNA im Labor? Und steckt vielleicht ein Stück Neandertaler in uns? Diesen spannenden Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler des Biologie-Leistungskurses unter der Leitung von Frau Kottowski bei einem besonderen Projekttag im Biotechnologischen Schülerlabor (BioS) des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig auf den Grund.
Für einen Tag wurde das Klassenzimmer gegen ein echtes Forschungslabor eingetauscht. Ausgestattet mit Laborkitteln und Schutzbrillen erhielten die Jugendlichen zunächst eine Einführung in die modernen Methoden der Genetik. Anschließend durften sie selbst aktiv werden und wissenschaftliche Verfahren ausprobieren, die auch in der Forschung zum Einsatz kommen.
Von der eigenen DNA zum Forschungsergebnis
Im Mittelpunkt stand die eigene DNA. Mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) vervielfältigten die Schülerinnen und Schüler gezielt bestimmte DNA-Abschnitte. Anschließend kam die Gelelektrophorese zum Einsatz, mit der die vervielfältigten DNA-Fragmente sichtbar gemacht und analysiert werden konnten.
Dabei war nicht nur biologisches Fachwissen gefragt: Genauigkeit, konzentriertes Arbeiten und sorgfältiges Experimentieren waren entscheidend. Schritt für Schritt näherten sich die Jugendlichen ihrem Forschungsergebnis – und konnten dabei erleben, wie aus einer wissenschaftlichen Fragestellung ein konkretes Experiment wird.
Und steckt nun Neandertaler in uns?
Mit Spannung wurde schließlich die Auswertung erwartet. Das Ergebnis: Bei keinem der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler konnte Neandertaler-DNA nachgewiesen werden.
Doch auch ohne den spektakulären DNA-Fund war der Projekttag ein voller Erfolg. Denn die Jugendlichen konnten Wissenschaft nicht nur aus dem Lehrbuch kennenlernen, sondern selbst erleben: experimentieren, analysieren, Ergebnisse auswerten und wissenschaftliche Zusammenhänge verstehen.
Lernen, ausprobieren, Zukunft entdecken
Der Besuch im BioS war damit zugleich eine wertvolle Ergänzung des Unterrichts. Die Schülerinnen und Schüler vertieften wichtige Inhalte der Genetik und sammelten praktische Erfahrungen, die auch im Hinblick auf die bevorstehenden Abiturprüfungen hilfreich sind.
Vor allem aber bot der Projekttag einen authentischen Einblick in moderne Biotechnologie und mögliche Berufsfelder. Wer neugierig ist, gerne experimentiert und wissen möchte, wie Forschung wirklich funktioniert, findet im Labor die besten Antworten.
Ein besonderer Dank gilt dem Team des Biotechnologischen Schülerlabors am HZI und insbesondere dem Laborleiter Dr. Plink für die spannende und praxisnahe Betreuung.
Biologie lernen heißt eben nicht nur, Bücher aufzuschlagen – manchmal heißt es auch: Kittel an, Schutzbrille auf und selbst forschen!
