An einer Schule, die in besonderer Weise Tradi­tion und Moderne verknüpft, kommt dem Fach Geschichte ein hoher Stellenwert zu.

Das enge Zusammenspiel zwischen humanisti­scher Schultradition und den Aufgaben einer Schule in der heutigen modernen Wissensge­sellschaft ist von zentraler Bedeutung.paulun Erich Paulun begründete als ehemaliger Großer Schüler im Jahr 1907 offiziell die Tongji-Universität in Shanghai und findet bis heute Berücksichtigung in unserem Unterricht und Ausstellungen – ein Beispiel für die Vergangenheit, die bis heute wirkt.


 

1Der Geschichtsunterricht von Klasse 5 bis 10 gibt oft Gelegenheit zu Exkursionen, unter anderem zur Regionalgeschichte. (Beispiel: Braunschweigisches Landesmuseum Abteilung Ur- und Frühgeschichte, WF, Thema Steinzeit, Jahrgang 5, s. Bild 1).

Was ist eigentlich Geschichte? Warum beschäftigen wir uns mit Ereignissen, die längst vorbei sind? Diese Fragen zeitleiste1werden oft von Schülern des 5. Jahrgangs gestellt, wenn sie sich mit dem für sie neuen Unterrichtsfach auseinandersetzen. Der Geschichtsunterricht findet von der 5. bis zur 10. Klasse durchgängig statt. In der Oberstufe, ab der Jahrgangsstufe 11, können Kurse auf erhöhtem Niveau und ab Sommer 2014 auch Kurse mit grundlegendem Niveau angewählt werden. Zweistündige Zusatzkurse ohne Teilnahme am Abitur werden ebenfalls angeboten.
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Schuleigener Arbeitsplan

Das niedersächsische Kerncurriculum bildet den Rahmen für unseren Unterricht. Zentrales Ziel ist der Erwerb von gesichertem Verfügungs- und Orientierungswissen, das die Schüler zu verant­wortlichem Handeln auch über die Schule hinaus befähigen soll. Dementsprechend facettenreich gestaltet sich die Umsetzung innerhalb der Rahmenbedingungen und bundesweit formulierter Bildungsstandards, um Verständnis der Gegenwart zu bewirken und Handlungsalternativen für die Zukunft zu entwickeln. Großepochen, Perspektiven und Dimensionen der Geschichte werden als gedanklichezeitleiste2 Ordnungsmuster zur Orientierung in Zeit und Raum betrachtet, historische Sachverhalte bilden die Grundlage für die Erläuterung komplexer historischer Zusammenhänge. Bei der Bearbeitung historischer Fragestellungen werden fachspezifische sowie fachübergreifende Arbeitstechniken verwendet. Fremde und eigene Deutungen von Geschichte werden konstruiert und mithilfe von verschiedenartigsten Quellen und Darstellungen in die historischen Zusammenhänge eingeordnet. Weiterführende Hinweise auf die verschiedenen Themenbereiche, Unterrichtsmethoden, Kompetenzen sowie Bewertungskriterien befinden sich in den schuleigenen Curricula für das Fach Geschichte, das KC für die Jahrgänge 9 und 10, die noch nach G 8 unterrichtet werden,
das KC für die Jahrgänge 5 bis 8, die schon nach G 9 unterrichtet werden (Deckblatt, Vorwort und Hauptteil),

das Oberstufen-KC für den Abiturjahrgang 2016,

Oberstufen-KC für den Abiturjahrgang 2017.
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Projekte und Kooperationen, außerschulische Lernorte

3Die verschiedensten Projekte, kleinere und größere Unternehmungen betreffend, bieten den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, sich mit Geschichte und den vielfältigen Perspektiven, die mit diesem Fach verknüpft werden können, auf unterschiedliche Weise zu beschäftigen (Bild 3, Braunschweig im Mittelalter).

Der 5. Jahrgang kann sich in die Steinzeit zurückversetzen,zeitleiste3 indem praxisnah erprobt werden kann, wie Feuersteine bearbeitet oder Mehl hergestellt worden ist, im Roemer und Peliceaus-Museum in Hildesheim (s. Bild 2) werden die Geheimnisse der Ägypter gelüftet, z. B. die Papyrusherstellung näher ergründet, um nur einige Beispiele zu nennen.

2Kooperationen bestehen mit dem Niedersächsischen Staatsarchiv in Wolfenbüttel. Hier können die Arbeitsbereiche von Archivaren betrachtet werden und es gibt Hilfestellungen im Bereich der Forschung für die Facharbeiten, die im Rahmen des Seminarfaches in der Oberstufe erstellt werden.

Das Seminarfach „China“ setzt sich mit Kultur, Tradition und Geschichte dieses zunehmend an Bedeutung gewinnenden Landes auseinander und gipfelt in einer Studienfahrt nach Shanghai oder Peking. Weitere Informationen finden sich im internationalen Konzept der Großen Schule.

Die JVA Wolfenbüttel bietet breitgefächerte Möglichkeiten, sich mit Gedenkstätten im Rahmen des Themenkomplexes „Gedenk- und Erinnerungskultur“ auseinanderzusetzen, so z.B. auch in Form verschiedener Workshops für die 10. Klassen.

Außerschulische Lernorte finden sich u. a. im ehemaligen KZ Mittelbau Dora, in welchem die V 1- Raketen entwickelt wurden sowie in Bergen-Belsen, ebenfalls mit einem pädagogischen Angebot und sehr unterschiedlichen Projekten und Seminaren.


Lehrerinnen und Lehrer
Sandra Feuge, Fr/Ge
Dorothee Flachsbart, De/Ge
Daniela Jäkel, En/Ge/bili
Iris Kahmann-Cortés, En/Ge/bili/Spanisch
Daniela Kwiatek, De/Ge
Christoph Schweitzer, La/Ge
Dr. Gabriele Strathmann, Fachobfrau für Geschichte, En/Ge/bili
Cora Teske, En/Ge/bili
Miriam Therburg, En/Ge/Po/bili
Henning Waltemathe, La/Griechisch/Ge
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