Wie im vergangenem Jahr konnte die Turngemeinde wieder auf 12 Teilnehmer zählen, die sich diesmal auf die Spuren der alten Wanderungen der TG von 1873 im Harz (Annalen der TG Band III (1872-1881), S.15ff) begaben. Traditionell startete die Fahrt mit einem: „TG-Go!“.


Erster Tag
Nach Ankunft mit der Bahn in Wernigerode führte uns der Wanderweg über den Försterplatz – Drei Annen Hohne – Trudenstein - Spinne – südlicher Weg um den Erdbeerkopf zum Schmalspurbahnhof Schierke direkt zur Jugendherberge. Die insgesamt 18 km konnten wir nur mit Hilfe unseres Tourbusses schaffen, denn unsere Jüngsten mussten sich ab ca. der Hälfte der Strecke der enormen Herausforderung geschlagen geben.
Wir anderen Neun wanderten tapfer weiter. Uns konnte weder geteerte Straße, noch eine alte Eiche und erst recht kein fließender kalter Bachlauf oder die vielen Felsbrocken entlang unserer Wegstrecke stoppen.
Gegen 16.30 Uhr bezogen wir unser Quartier, um nach einer kleinen Dusche die Sporthalle bei Volleyball, Basketball und verschiedenen Turnübungen unsicher zu machen.


Zweiter Tag
Wir wussten zu Beginn des Tages noch nicht, dass die Wanderung heute zum Höhepunkt unserer Reise werden sollte. Geplant waren zwar „nur“ 13 km Wegstrecke, allerdings mit einem Höhenunterschied von mehr als 900 m. So ließen wir es gleich von Beginn an krachen und liefen schnurstracks Richtung Arentsklint, um den nördlichen Weg des Erdbeerkopfs durch den Jakobsbruch auf hölzernem Weg im Moorstieg auf die Hohneklippen. Belohnt wurden wir nach einer aufregenden Klettertour abseits des Weges mit einem herrlichen 360° Rundumblick auf dem Gipfel der steilen Felswand der Grenzklippen.
Fantastische Weitsicht auf den Brocken, den Wurmberg, Wernigerode und sicherlich auch im Hinterland auf Wolfenbüttel ließen unseren Puls nach der anstrengenden und aufregenden Kletterei wieder absinken und es wurde endlich Zeit, die zum Frühstück verpackten Brötchen und extra für diesen Moment mitgenommenen Eier mit Salz aus dem Salzstreuer zu verzehren. Herrlich, wie gut das alles tat und schon waren fast all die Anstrengungen des Anstieges vergessen.
Der Rückweg war geprägt vom Auf und Nieder des Klippenmassives bis zu den Brockenkindern und wurde nur teils kurz unterbrochen von Bewunderungen der Kaiserschmetterlinge oder einer Blindschleiche und der herrlichen Natur.
Entlang einer Asphaltstraße (dies ist schlechter als es klingt, da der Boden nicht so schön abfedert) zum
Mönchsstein über den Weg der alten Bobbahn kehrten wir schließlich wieder geschlossen in der DJH
Schierke ein.
Eine nur kurze Pause konnte uns davor bewahren, uns zur Belohnung mit Eis und Süßigkeiten zu
verköstigen. Der Abend klang fröhlich am Bachlauf der „Kalten Bode“ aus.


Dritter Tag
Geprägt vom Motto: „Heute packen wir's richtig an“, packten wir unsere schweren Gepäckstücke in den
Tourbus, verabschiedeten uns höflich von der Herbergsleitung mit dem Ziel zu Fuß in Rekordzeit über den
Brocken nach Oderbrück zu flitzen!
Es gab keine Personengruppe, die wir nicht überholt haben (Mountainbiker zählen nicht!) und auf der
Brockenchaussee kamen uns die Läufer des 43. Brockenlaufes entgegen, so dass ein Überholen der
langsamen aber vollausgestatteten „GPS - Mein Hut der hat Drei Ecken – Anstecknadeln – ich gehe am
Stock“ Personen zur Herausforderung und gleichzeitig zum Riesenspaß wurde.
Auf dem Brocken wurden Pommes, Bratwurst und Durstlöscher einverleibt, um pünktlich über den
Goetheweg zum Dreieckigen Pfahl und der Schierker Straße zur Bushaltestelle Ehrenfriedhof (Oderbrück)
zu gelangen, wo uns der Tourbus um 14 Uhr erwartete. Gegen 15.25 Uhr mussten wir in Wolfenbüttel mit
dem Ausruf „TG-Stop“ die gelungende Fahrt als beendet erklären.
Eine unvergesslich anstrengende, herausfordende, witzige, charakterbildende Tour 2013!
Wir danken den „Ehemaligen“ für Ihre Spende und senden einen herzlichen: „TG-Dank“

Silvio Kloy (Tutor)
Wolfenbüttel, den 08.09.2013

 

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