Neubau an der Großen Schule - Auszug aus dem Rundbrief des Schulleiters

[...] Mit vereinten Kräften und Geduld sowie Initiative wird es uns gelingen, den spannenden Weg zu gehen und unsere traditionsreiche Große Schule weiterhin flexibel, zukunftsorientiert und anforderungsgerecht aufzustellen.

Es geht also nicht nur um eine Neubaumaßnahme, sondern um die Einbindung dieser baulichen Infrastruktur in ein Gesamtkonzept „Gymnasium als Lern- und Begegnungsraum“. Allerdings wird der Neubau die Funktion eines Dreh-und Angelpunktes erhalten. Von zentraler Bedeutung kann dabei der geplante Mensabetrieb werden, den wir nicht als reine Verpflegungsstation betrachten dürfen. Ernährungsphysiologische Erkenntnisse werden immer bedeutsamer für langfristig erfolgreiche Lernprozesse sowie die individuelle Gesundheitsvorsorge in einer schnelllebigen „Fast-Food-Gesellschaft“. Hinter dem Mensakonzept stehen damit pädagogisch, sozial- und lernpsychologisch notwendige Erwägungen.

Im Rahmen unseres „Masterplans“ haben Schülerinnen und Schüler des Seminarfaches Sport (Frau Brinkmann) z.B. ein Fitnesskonzept „Bewegte Schule“ als Bestandteil eines Ganztagsschulkonzepts entwickelt. Mit Hilfe verschiedener Bausteine (Karteikarten), welche zunächst im Lehrerzimmer zur Verfügung stehen und auch in die Homepage aufgenommen werden sollen, können sinnvolle Bewegungspausen in den Unterricht eingebunden werden. Die Schüler erklärten in einer Dienstbesprechung überzeugend den wissenschaftlich als positiv erkannten Zusammenhang zwischen Gehirnaktivität und Bewegung.

Die Planung von Ruhe- und Bewegungszonen werden wir als einen Aspekt der Schulhofgestaltung ebenso angehen wie die Funktionsänderung einzelner Gebäudeteile (z.B. Bibliotheks- und Medienzentrum im Direktorenhaus). Der naturwissenschaftliche Bereich und die PC-Nutzung werden ausgeweitet.

Es sind neue Fahrrad- und Parkbereiche geplant, welche nicht isoliert betrachtet werden dürfen, sondern unter dem Dach einer hier skizzierten Gesamtgestaltung gesehen werden müssen.

In einer baulichen Übergangsphase (Neubau und anschließend Sanierung des Elster- und Geitel-Hauses) müssen wir hierbei geringfügige Einschränkungen hinnehmen, die durch Verzicht auf Provisorien abgemildert werden können: Wenn z.B. Parkplätze an die östliche Peripherie verlagert werden, entstehen neue Optionen für einen Fahrradbereich in der Nähe des Neubaus und gleichzeitig kann das Schulgelände unter pädagogischen Gesichtspunkten (siehe oben) funktional verändert werden.

Die einzelnen Gremien haben unter Beteiligung von Eltern und Schülern schon sehr viel Vorarbeit geleistet, welche sicherlich in den „heißen Phasen“ noch intensiviert werden müssen. Ich setze darauf, dass Sie alle wohlwollend, zustimmend und – nach Bedarf /Wunsch – aktiv gestaltend diese Entwicklung zum Wohle unserer Schülerschaft begleiten. Von Zeit zu Zeit werde ich über die wesentlichen Schritte ebenso informieren wie mit der Bitte um Mithilfe an Sie herantreten.

Packen wir's an!

Ihr/Euer Peter Ensthaler